Eine Mitteilung von HAMBURG off an die Freie Theater-, Tanz und Performanceszene.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mit dem Abschluss der Potentialstudie Freies Theater in Hamburg durch die Universität Hamburg beginnt sich die Förderpraxis für Freies Theater schrittweise zum Besseren hin zu entwickeln.
Sowohl der Dachverband der Freien Theaterschaffenden Hamburg als auch HAMBURG off haben in intensiven Gesprächen mit Senatorin Kisseler nach Möglichkeiten gesucht, nicht nur die finanzielle Ausstattung der Freien Szene zu verbessern, auch Kosten neutrale Ansätze zur Steigerung der Qualität wurden herausgearbeitet.
Es sind eine Reihe von Maßnahmen identifiziert worden, die ab der laufenden Spielzeit schon umgesetzt werden können. Wenn der kommende Haushalt der Hansestadt verabschiedet ist, wird auch die finanzielle Veränderung erkennbar sein.
Für die kommenden Jahre besteht die Hoffnung auf weitere Verbesserung. Dafür muss aber einiges getan werden. Zum einen muss von Seiten der Künstler, der Theater und ihrer Verbände weiter politischer Druck erzeugt werden, zum anderen muss die Freie Szene selbst die bereits erreichten Veränderungen in eine Qualitäts- und Aufmerksamkeitssteigerung umwandeln.
In diesem Sinne haben sich die Spielstättenleiter der in HAMBURG off zusammengeschlossenen Bühnen darauf verständigt, bei der Vergabe der Spielstättennachweise für die Anträge auf Projektförderung, die Anträge bereits im Vorfeld genauer dahingehend zu betrachten, ob sie wohl einer Prüfung auf Professionalität, künstlerische Qualität und weiterer ausgewiesener Kriterien, wie Innovation, Alleinstellung oder künstlerisch herausragende Leistung durch die Jury standhalten.
Die Spielstättenleiter haben zudem vereinbart, allen Anträgen zukünftig eine Expertise und Empfehlung an die Jury beizufügen, die darlegt, warum sich die jeweilige Produktion in den Spielplan ihrer Bühne einfügt.
HAMBURG off erwartet sich dadurch eine gesteigerte Qualität und damit eine höhere öffentliche Aufmerksamkeit für die von der Kulturbehörde geförderten Produktionen.
Außerdem erwartet HAMBURG off durch die Kuratierung größere Chancen bei der Bewilligung von Anträgen mit Spielstättennachweisen von HAMBURG off , dadurch, dass sich die inhaltliche und formelle Qualität der Anträge verbessert, und durch den beigefügten Kommentar der Spielstätten. HAMBURG off reagiert damit auf das Ungleichgewicht gegenüber Kampnagel-kuratierten Anträgen in den letzten Jahren.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir hoffen auf Euer Verständnis und euer Einverständnis, denn die bisherige Praxis in einigen unserer Häuser hatte mehr mit einer Lottoannahmestelle als mit Kunstförderung zu tun. Durch unser größeres Engagement und unsere Unterstützung werden wir auch Euch die Arbeit erleichtern und aufwändige Antragsstellungen zu einer größeren Erfolgswahrscheinlichkeit führen.
Bitte berücksichtigt bei Eurer Antragsstellung den höheren zeitlichen Aufwand, den diese Verfahrensweise benötigt und nehmt rechtzeitig mit den Spielleitern der HAMBURG off -Bühnen Kontakt auf:
LICHTHOF Theater
Kontakt: Matthias Schulze-Kraft, msk@lichthof-hamburg.de
monsun Theater
Kontakt: Ulrike von Kieseritzky, info@monsuntheater.de
Sprechwerk
Kontakt; Andreas Lübbers, info@hamburgersprechwerk.de
Theater NN
Kontakt: Dieter Seidel, dieseiditt@web.de
Haus73
Kontakt: Falk Hocquel, theater@dreiundsiebzig.de
Theater in der Washingtonallee
Kontakt: Angelika Landwehr, Zimmertheater@aol.com